Symantriet - Das Erbe der Vergangenheit von C.I. Harriot (Band 1)
Taschenbuch 12,90 € | 364 Seiten | Fantasy



Die fünfzehnjährige Isabelle ist das einzige Kind des Königs Elias von Endline. Das kluge und von einer besonderen Gabe beschenkte Mädchen wächst behütet und mit allen Freiheiten, die es sich nur wünschen kann, auf. Ihre Welt scheint perfekt, doch eines Tages ändert sich plötzlich alles und sie steht vor den Scherben ihres Lebens, während das Schicksal Symantriets auf ihren Schultern lastet. Kann sie an ihren Schicksalsschlägen reifen oder wird sie untergehen?









 Diese Rezension bezieht sich auf die alte Ausgabe, Stand Januar 2018. 
 Das Buch wird im Mai 2018 in überarbeiteter Form im Drachenmond Verlag erscheinen. 



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Anders als erwartet – konnte mich leider nicht überzeugen

Auf „Symantriet - Das Erbe der Vergangenheit!“ von C.I. Harriot hatte ich mich wahnsinnig gefreut. Das wundervolle Cover von Marie Graßhoff versprach eine romantische und zauberhafte Geschichte. Auch der Klappentext hörte sich sehr gut an. Leider konnte mich die Geschichte trotz einiger guter Ansätze insgesamt nicht überzeugen.

Belle ist die Prinzessin von Endline und steht vor der bisher größten Herausforderung ihres Lebens. Um das Land zusammenzuhalten soll sie sich vermählen. Zur Wahl stehen zwei Prinzen aus unterschiedlichen Königreichen in Endline. Zeitgleich erwacht in Belle eine ungeahnte Gabe, die vieles verändern könnte. Gefangen zwischen Machtspielen, Intrigen und sonderbaren Ereignissen muss Belle einen Weg finden, um ihr Land zu retten.

Der Einstieg in das Buch ist mir nicht ganz so leicht gefallen, wie es sonst der Fall ist. Der Schreibstil der Autorin C.I. Harriot ist recht altertümlich. Dadurch wirkt die Geschichte auf der einen Seite wunderbar märchenhaft, auf der anderen Seite wird aber der Lesefluss gehemmt. Es gibt mit Sicherheit Leser, die diesen Schreibstil mögen, für mich persönlich war das Buch recht anstrengend zu lesen. Die einzelnen Kapitel sind zu Beginn der Geschichte recht kurz und werden im Laufe der Handlung immer länger. Das Tempo der Geschichte entwickelt sich parallel dazu. Je länger die Kapitel sind, umso mehr Spannung kommt auf. Diese konstante Entwicklung hat mir sehr gut gefallen. Leider wurde am Ende des Buches recht wenig aufgelöst. Es gibt zwar im Kürze einen Folgeband, aber selbst für einen Reihen-Auftakt bleiben am Ende zu viele lose Fäden übrig. Ich hatte jede Menge Fragezeichen im Kopf und war sogar teilweise nicht sicher, ob ich was überlesen hatte. Das war aber nicht der Fall. Zusätzlich zu den vielen losen Fäden konnte ich das Verhalten der Charaktere oft nicht nachvollziehen. Sowohl Belle als auch Prinz Chase verhalten sich oft sehr passiv, handeln zu wenig oder hinterfragen nicht. Ich konnte mich in keinen Charakter richtig einfühlen oder mit Belle mitfiebern. Aus diesem Grund habe ich die Geschichte recht emotionslos verfolgt. Das Cover ist zwar wirklich wunderschön, passt aber nicht so ganz zum Inhalt des Buches. Es gibt wenig Romantik, dafür aber teilweise sehr brutale Szenen. Dabei war nicht die Gewalt das Problem, sondern eher die zu detaillierten Beschreibungen. Ich möchte in einem Fantasybuch nichts von einem mit Samen bespritzten Körper lesen. Dazu kam noch eine Vergewaltigungsszene, die aus drei verschiedenen Perspektiven geschildert wurde. Das war mir persönlich zu heftig. Es gab auch einige wirklich gute Ansätze und die Autorin versteht es gut Spannung aufzubauen. Doch insgesamt konnte mich die Geschichte leider nicht überzeugen.



„Symantriet - Das Erbe der Vergangenheit!“ von C.I. Harriot punktet mit einigen guten Ansätzen und viel Spannung. Leider bleiben am Ende viele Fragen offen und das bestehende Potenzial wird nicht genutzt. Die Geschichte ist insgesamt sehr düster und teilweise zu brutal, bzw. zu detailliert. Ich hatte mich wahnsinnig auf das Buch gefreut, kann letztendlich aber nur zwei Sterne vergeben.





 

2 von 5 Sterne


Symantriet - Das Erbe der Vergangenheit