Die Legenden der Unaschkin - Mondlicht in deinen Augen von Lena Klassen (Band 1)
Drachenmond Verlag | Taschenbuch 12,00 € | 200 Seiten | Fantasy


Die schöne Kaufmannstochter Meriande langweilt sich in der dekadenten Hauptstadt des kriegerischen Großreichs Nordun zu Tode. Deshalb ist sie von dem attraktiven Soldaten Ruovan, der eines Abends auf ihren Balkon klettert, fasziniert – zumal er zum Dschungelregiment gehört und ihre Sehnsucht nach dem Abenteuer weckt. Schließlich fasst sie einen ungeheuren Plan: Statt ihre Pflicht zu tun und einen vornehmen Kaufmann zu heiraten, will Meriande ihm als Soldatin in den Dschungel folgen und Seite an Seite mit ihm kämpfen. Doch die Realität ist viel grausamer, als Meriande jemals erwartet hätte. Und nicht die Feinde oder die giftigen Tiere sind die größte Gefahr, sondern die Unaschkin, die legendären Bestienkrieger des Dschungels.





 Rezension | Werbung 

Bleibt leider ein ganzes Stück hinter meinen Erwartungen zurück


Nachdem die Autorin Lena Klassen mich mit „Wild“ und „Wach“ begeistern konnte, habe ich vor Kurzem den Reihen-Auftakt „Der Kuss des Wandlers" gelesen, welcher mein Monatshighlight geworden ist. Dadurch hatte ich sehr hohe Erwartungen an „Die Legenden der Unaschkin - Mondlicht in deinen Augen“. Leider kann das Buch nicht mit den anderen Reihen von Lena Klassen mithalten.

Meriande ist die Tochter eines reichen Kaufmannes, der ein wichtiges Monopol hält. Um die Macht der Familie nicht nur zu halten, sondern direkt zu mehren, soll sie sich mit einem anderen Monopolerben vermählen. Doch bevor es soweit kommt, trifft sie auf den mysteriösen Soldaten Ruovan. Meriande fühlt sich immer mehr zu dem jungen Mann hingezogen, der ihr abenteuerliche Geschichten von seinen Einsätzen im Dschungel erzählt. Schließlich trifft sie eine folgenschwere Entscheidung und meldet sich freiwillig als Soldatin, um Rouven in den Dschungel folgen zu können. Doch die Realität hat mit Rouvens farbenfrohen Geschichten wenig zu tun. Zahlreiche Gefahren warten auf die unerfahrene Kaufmannstochter und schon bald macht sie eine furchtbare Erfahrung, als sie auf die legendären Bestienkrieger des Dschungels trifft.

Der Einstieg in das Buch ist mir etwas schwerer gefallen als normalerweise, da ich den von Lena Klassen gewohnten Schreibstil vermisst habe. Gerade der Anfang des Buches kam mir etwas holprig vor und konnte mich nicht richtig packen. Ein weiterer Punkt ist die Darstellung von Meriande. Sie ist jung, unerfahren und sehr naiv. Auch Rouven konnte bei mir keine Sympathiepunkte sammeln. Im Verlauf der weiteren Handlung wird dem Leser klar, warum die Autorin beide Charaktere auf diese Weise dargestellt hat und es macht auch durchaus Sinn, da sich so die weitere Entwicklung von Meriande sehr gut herauskristallisiert. Leider fand ich die Darstellung der Charaktere zu Beginn der Geschichte recht unglücklich gewählt. Man hätte eventuell besser mit einem Prolog starten können, in dem ein Ausschnitt aus der Zukunft gezeigt wird. Auf diese Weise hätte man Spannung aufbauen können und dem Leser wäre klar gewesen, dass Meriande nicht so furchtbar naiv ist, wie sie zu Beginn wirkt. Leider zieht sich die Geschichte auch etwas, bis Meriande im Dschungel wieder auf Rouven trifft. Ab diesem Zeitpunkt hat mich die Geschichte dann doch noch gepackt. Die Autorin hat viele gute Ansätze und Ideen eingearbeitet, sodass ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Vermisst habe ich nur leider die Emotionen, die Lena Klassen normalerweise beim Leser hervorruft. In diesem Fall hat mich die Liebesgeschichte leider völlig kalt gelassen. Trotzdem war der Verlauf der Handlung spannend und konnte mich bis zum Schluß bei der Stange halten. Das Ende hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen, aber da ich einfach insgesamt zu viele Kritikpunkte hatte, werde ich die Reihe nicht weiterverfolgen.



Leider bleibt der Reihen-Auftakt „Mondlicht in deinen Augen“ von Lena Klassen ein ganzes Stück hinter meinen Erwartungen zurück. Mit Wild“, „Wach“ und „Der Kuss des Wandlers" konnte die Autorin mich richtig begeistern, aber hier fehlt es mir einfach an Emotionen und auch die Charaktere werden relativ blass dargestellt. Es gibt viele gute Ideen und Ansätze, aber insgesamt konnte das Buch mich nicht überzeugen.





 

3 von 5 Sterne


Rezension zu Mondlicht in deinen Augen










 







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