Schattenkrieger - Hüter des Steinernen Tors von Pia Guttenson (Band 1)
Taschenbuch 12,95 € | 336 Seiten | Urban Fantasy




Während eines Kampfes auf Leben und Tod, fällt der Formwandler Nikoma durch den Gezeitennebel der schottischen Parallelwelt Fenmar, und landet ausgerechnet im heutigen Schottland, unweit der Insel Skye. Verletzt und vom Blutdurst halb wahnsinnig, hat er nur ein Ziel: Die Rückkehr in seine Welt. Einzige Hoffnung ist das Steinerne Tor, ein Portal zwischen den beiden Welten und die Hilfe der jungen Schottin Càtroina. Das Steinerne Tor weist ihn jedoch ab, bestimmt ihn stattdessen zu seinem Beschützer. Denn mit ihm ist ein dunkleres, gefährlicheres Wesen durch den Gezeitennebel in die Welt der Menschen eingedrungen. Ein tödlicher Schatten, der in Gestalt einer betörenden Frau, Verderben und Tod in Edinburghs Gassen trägt. Nikoma setzt alles daran, die Welt der Menschen zu retten, doch seine inneren Dämonen sind stark und lassen seine dunkle, finstere Seite immer mächtiger werden. Càtroina ist die Einzige, die zwischen ihm und den Schatten steht.





Diese Rezension basiert auf einem kostenlosen Rezensionsexemplar, enthält aber meine eigene und freie Meinung.
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Wenn ein blutsaugender Formwandler Schottland rettet


Da mir die Reihe rund um das Steinerne Tor gut gefallen hatte, war ich gespannt auf den neuen Reihen-Auftakt von Pia Guttenson. "Schattenkrieger - Hüter des Steinernen Tors" schließt nahtlos an den dritten Band der Vorgänger-Reihe an. Man kann das Buch entweder als vierten Band lesen oder auch ohne Vorkenntnisse der anderen Reihe.

Während eines Kampfes lässt sich der Formwandler Nikoma in den Gezeitennebel der Parallelwelt Fenmar fallen, um jemandem das Leben zu retten. Doch er überlebt den Sturz und landet im heutigen Schottland. Seine einzige Hoffnung ist das Steinerne Tor, das ihn nach Fenmar zurückbringen könnte. Aber das Tor verweigert ihm den Zutritt und so ist er gezwungen, sich im modernen Schottland der heutigen Zeit zurechtzufinden. Die junge und rebellische Schottin Càtroina setzt sich schließlich für ihn ein und gibt ihm einen Platz im Leben. Als Formwandler kann Nikoma jedoch nicht ohne Blut überleben und wird so zur Gefahr für Càtroina und alle anderen Menschen um ihn herum. Zudem ist er nicht das einzige Wesen, das aus Fenmar nach Schottland gelangt ist. Einer der Lords, eine wunderschöne junge Frau, treibt sich in Edinburgh herum und tötet immer mehr Menschen. Gefangen zwischen seinen Gefühlen für Càtroina und dem Verlangen nach Blut, versucht er mit seinen letzten verbliebenen Kräften die Welt der Menschen vor dem Lord aus Fenmar zu beschützen.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des flüssigen und angenehmen Schreibstils der Autorin sehr leicht gefallen. Zu Beginn der Geschichte gibt es eine Zusammenfassung vom letzten Band der Reihe "Das Steinerne Tor", da viele Ereignisse auf dem Geschehen in Fenmar basieren. Für Leser, die mit "Schattenkrieger" einsteigen, ist das eine gute Hilfe, damit man alle Zusammenhänge versteht. Für mich war es etwas schade, da ich den letzten Band der Reihe noch nicht kannte. Ich hatte irgendwie nicht damit gerechnet, dass die Geschichte nahtlos an die Vorgängerreihe anschließt. Wer die Reihe "Das Steinerne Tor" lesen möchte, sollte das vor dem Lesen von "Schattenkrieger" in Angriff nehmen. Da Nikoma mein absoluter Favorit der Reihe war, habe ich mich sehr gefreut, dass er eine eigene Reihe erhalten hat. Nur konnte ich mich leider nicht mit Càtroina anfreunden. Ich hatte immer gehofft, dass es für Isa und Nikoma noch ein Happy End gibt. Was mit Sicherheit daran lag, dass der raue und wilde Nikoma mir schon immer besser gefallen hat als der perfekte Ian. Leider musste ich Càtroina immer mit Isa vergleichen und dabei kam sie leider weniger gut weg. Sie ist noch sehr jung, neigt zu trotzigen und rebellischen Aktionen und verhält sich Nikoma gegenüber sehr naiv und gutgläubig. Sie ist das komplette Gegenteil von Isa und ich hätte mir eine reifere Frau an Nikomas Seite gewünscht, gerade bei seinem Alter und seinen Erfahrungen im Krieg. Isa mag zwar nicht älter sein, aber sie ist gezeichnet von Kämpfen und Krieg, wodurch sie älter wirkte. Das Setting wird von Pia Guttenson wieder sehr schön beschrieben und man merkt, dass sie viele Schauplätze besucht hat und Schottland liebt. Ich würde am liebsten direkt losfahren und Schottland selbst entdecken. Die Geschichte spielt im Gegensatz zu der ersten Reihe nicht in Fenmar, sondern komplett in unserer Welt. Diese Abwechslung fand ich sehr gelungen und es war interessant zu sehen, wie Nikoma die Welt der Menschen entdeckt und sich dort zurechtfindet. Für Spannung sorgt nebenbei der weibliche Lord aus Fenmar, der in Edinburgh sein Unwesen treibt. Insgesamt hat mir dieser Reihen-Auftakt gut gefallen. Es hätte nur ein wenig mehr Action und weniger Liebe sein können. Ein großer Teil der Geschichte dreht sich um die Emotionen von Nikoma und Càtroina, was mir schon ein wenig zu viel war. Aber Fans von Romantik und Liebesgeschichten werden dafür mehr auf ihre Kosten kommen.


Der neue Reihen-Auftakt "Schattenkrieger - Hüter des Steinernen Tors" von Pia Guttenson punktet mit einem tollen Setting in Schottland und einem angenehmen Schreibstil. Die Geschichte dreht sich zum größten Teil um die Beziehung zwischen Nikoma und Càtroina, wodurch Fans von Liebesgeschichten auch auf ihre Kosten kommen. Mir war es für ein Fantasybuch ein wenig zu viel, aber das ist Geschmackssache.






   3,5 von 5,0 Sterne


Schattenkrieger - Hüter des Steinernen Tors
Bewertung: 3.5 / 5 Sterne











 
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