Das Herz im Glas von Katharina V. Haderer


Das Herz im Glas von Katharina V. Haderer (Band 1)
Drachenmond Verlag | eBook 4,99 € | 424 Seiten | Fantasy



Ein Prinz ohne Königreich. Ein Mädchen ohne Namen. Eine Stadt ohne Moral.

Auf der Suche nach einem Mörder brechen der Drachenjäger Caedes und seine Schwester Aenne zur sagenumwobenen Stadt Terra Talioni auf. Die Spuren des Schlächters, der menschliche Organe für finstere Blutmagie missbraucht, führen die Geschwister von den Elendsvierteln der Purpurnen Märkte bis hin zu den Klippenvillen der höchsten Aristokratie. Das Netz aus Intrigen reicht weit – und Caedes muss bald erkennen, dass er mehr zu verlieren hat, als ihm lieb ist: sein Leben, seinen Verstand und nicht zuletzt auch sein eigenes Herz.



Diese Rezension basiert auf einem kostenlosen Rezensionsexemplar, enthält aber meine eigene und freie Meinung.
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Gelungener Reihen-Auftakt – spannend, überraschend und düster


„Das Herz im Glas“ von Katherina V. Haderer war mir durch das wundervolle Cover schon auf der Seite vom Drachenmond Verlag aufgefallen. Da ich die Autorin nicht kannte, hatte ich keine großen Erwartungen an das Buch und war gespannt auf die Umsetzung. Ein paar minimale  Schwächen sind vorhanden, aber ansonsten konnte die Autorin mich mit ihrem Debüt überzeugen und ich freue mich schon auf den zweiten Band.

Durch Zufall erwirbt Aenne ein Herz im Glas, das sie als menschliches Organ identifiziert. Da Aenne in ihrem bisherigen Leben kein klares Ziel vor den Augen hatte, macht sie es sich zur Aufgabe den Mörder zu finden, der das Herz entnommen hat. Zusammen mit ihren Brüdern Ezra und Caedes macht sie sich auf den Weg nach Terra Talioni, einer verruchten Stadt ohne Moral. Schon bald kommen sie dunklen Machenschaften auf die Spur. Der Mörder scheint menschliche Organe für schwarze Blutmagie zu nutzen und schreckt dabei vor nichts zurück. Die Hinweise führen die Geschwister quer durch die berüchtigte Stadt und offenbaren so manches schmutziges Geheimnis. Während Ezra zu seiner Frau zurückkehrt, verstricken sich Aenne und Caedes immer mehr in dem Netz aus Lügen und Intrigen, das in der Stadt allgegenwärtig zu sein scheint. Doch der Preis für die Wahrheit ist hoch und die beiden verlieren mehr, als sie jemals für möglich gehalten hätten.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des bildhaften Schreibstils von Katharina V. Haderer sehr leicht gefallen. Das Kopfkino schaltet sich direkt ein und man taucht tief in der gefährlichen Welt der Stadt Terra Talioni ab. Die Grundatmosphäre ist düster, die unterschwellige Ahnung von Gefahr ist beim Lesen fortwährend zu spüren. Der Handlungsstrang ist gut gewählt und umgesetzt, oft aber auch sehr blutig oder grausam. Die Autorin offenbart nach und nach immer mehr schockierende Details. Die Hauptprotagonisten Aenne und Caedes sind grundverschieden, obwohl sie Geschwister sind. Aenne hat es mir ehrlich gesagt etwas schwer gemacht sie zu mögen. Sie hat ein gutes Herz, aber ich konnte ihre Handlungen oft nicht richtig nachvollziehen. Mir fehlte an dieser Stelle der Einblick in ihre Gedanken, da sie oft sehr sprunghaft handelt und Entscheidungen trifft, die sehr unüberlegt oder leichtsinnig sind. Ihren Bruder Caedes habe ich hingegen schnell ins Herz geschlossen. Der Drachenjäger ist sympathisch und sehr wagemutig. Für ihn steht das Wohl seiner Schwester an erster Stelle und um ihr zu helfen, ist ihm kein Preis zu hoch. Das Buch liest sich wie ein Krimi, ummantelt von Fantasy-Elementen. Zu Beginn lässt die Autorin der Geschichte viel Raum, um sich zu entfalten. Ich hätte mir für das erste Drittel des Buches etwas mehr Tempo gewünscht, da die Handlung nur recht langsam vorangetrieben wird. Im ersten Teil des Buches herrscht eine eher unterschwellige Spannung, die im weiteren Verlauf von actionreichen und teilweise brutalen Szenen abgelöst wird. Das Ende hat es dann richtig in sich. Im letzten Drittel geht es dann Schlag auf Schlag und ein Ereignis jagt das nächste. Die Handlung ist durchweg spannend und hält einige überraschende Wendungen parat.



Die Autorin Katharina V. Haderer konnte mich mit „Das Herz im Glas“ trotz kleiner Schwächen auf ganzer Linie überzeugen. Während des Lesens spürt man zu jeder Zeit die unterschwellige Spannung und ist gefangen in der düsteren Atmosphäre von Terra Talioni. Die Idee der Geschichte hat mich auf der einen Seite fasziniert, dann aber in bestimmten Momenten auch schockiert. Den Leser erwartet eine grausame Welt voller Intrigen, Machtspiele und Brutalität kombiniert mit einem spannenden Handlungsstrang, der den Leser immer wieder überrascht.




4,5 von 5,0 Sterne


Das Herz im Glas von Katharina V. Haderer











 
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Kommentare:

  1. Hey Süße,

    ich finde das Cover wirklich gut gelungen und ich bin sehr gespannt darauf, was sich hinter der Geschichte verbirgt. Deine Rezi macht auf alle Fälle Lust darauf und vielleicht greife ich später mal dazu. :) Schade nur, dass es zu Beginn eher etwas ruhiger angefangen hat.

    Liebe Grüße,
    Ruby

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    1. Hallo Liebes,

      hach ja, die Drachenmond Bücher :) Davon bekomme ich nie genug! Ich freue mich auch schon total auf Band 2 von Das Herz im Glas :)

      Liebe Grüße
      Nadine

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  2. Hallo Nadine,
    ich habe das Buch bereits 2014 - ich glaube in einer Lovelybooks-Leserunde gelesen und habe es insgesamt auch ziemlich gut in Erinnerung. Wenn ich aber weiterlesen wollen würde, müsste ich wohl besser nochmal von vorn anfangen. Oder du fasst mir die komplett Geschichte zusammen ;)
    Lieben Gruß
    Anja

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    1. Liebe Anja,

      hihi, mal schauen wann Band 2 kommt. Vielleicht muss ich dann auch nochmal nachlesen :)

      Liebe Grüße
      Nadine

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  3. Huhu :-)

    eine tolle Rezi, die Lust macht das Buch zu lesen! Es klingt auf jeden Fall superspannend und interessant. Ich glaub das muss auf meine Wunschliste :-)

    Ganz liebe Grüße
    Katharina

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