Vor sechs Monaten verschwand Winters Schwester Eliza spurlos. Doch entgegen der Befürchtung anderer, glaubt Winter nicht an ein Verbrechen. Sie ist überzeugt davon, dass Eliza freiwillig die Stadt verlassen hat und plötzlich steht sie da… Winter traut ihren Augen nicht und beginnt mit ihrer Freundin Dairine Nachforschungen anzustellen, dabei gerät ihr neuer Musiklehrer in Verdacht. Plötzlich ereignen sich grausame Ritualmorde in der Gegend und Eliza wird damit in Verbindung gebracht. Winter macht eine Beobachtung, die sie daran zweifeln lässt, dass ihre Schwester noch die ist, die sie einmal war. Magie? Übernatürliches? Was ist bloß mit ihrer Schwester passiert? Zwischen Geheimnisse, Magie und Finsternis muss Winter sich schließlich entscheiden.



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Maya Shepherd hat mir mit ihrem Buch „Dear Sister – Schattenerwachen“ eine wahnsinnig kurze Nacht beschert. Ich habe das Buch in 24 Stunden ausgelesen und bin absolut begeistert.

Sechs Monate sind mittlerweile vergangen, seitdem Winters Schwester Eliza verschwunden ist. Während ihre Eltern voller Sorge an ein Verbrechen glauben, meint Winter zu wissen, dass ihre egoistische Schwester es sich irgendwo gutgehen lässt. Bis sie Winter eines Tages sicher ist, ihre Schwester gesehen zu haben. Zusammen mit ihrer besten Freundin Dairine macht sie sich auf die Suche nach Eliza. Zur gleichen Zeit erschüttern grausame Morde die Stadt. Winter erfährt, dass die Polizei ihre Schwester für verdächtig hält. Dann passiert etwas, das Winter an Eizas Menschlichkeit zweifeln lässt. Wer oder was ist Eliza in Wirklichkeit?

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Man hat direkt einen guten Überblick und findet sich gut in die Geschichte ein. Maya Shepherds Schreibstil ist sehr locker und flüssig. Es macht richtig Spaß „Dear Sister“ zu lesen. Ihre Charaktere beschreibt die Autorin mit viel Liebe. Man merkt richtig, wieviel Herzblut in der Geschichte und den Charakteren steckt. Ausnahmslos jeder Protagonist hat seine Ecken und Kanten. Alle Charaktere wirken dadurch sehr authentisch, wie direkt aus dem richtigen Leben geholt. 

Der Grund, warum ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte: Es ist wahnsinnig spannend und mitreißend. Ich habe einfach nirgendwo in „Dear Sister“ eine Stelle gefunden, an der ich das Buch mit gutem Gewissen für ein paar Stunden abbrechen konnte. Ja, ich habe es versucht. Aber nach ca. 5 Minuten habe ich festgestellt, dass an Schlaf nicht zu denken ist, bevor ich nicht weiß wie es weitergeht. Die Autorin überrascht ihre Leser immer wieder mit unvorhersehbaren Wendungen und hält die Spannung konsequent bis zum Schluss aufrecht. Bis zum Ende des Buches ist man immer noch unsicher, wer gut und wer böse ist. Aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet kann man das schwer beantworten. Die Hauptprotagonistin Winter ist einfach furchtbar sympathisch. Ich liebe sie und habe mit ihr gefühlt, gelacht, geliebt und gehasst. Ich war teilweise so sauer auf ihre Schwester, aber auch auf ihren Freund Lucas, dass ich zwischenzeitlich ganz vergessen habe, dass es nur ein Buch ist. Maya Shepherd schafft es erfolgreich, den Leser so in den Bann zu ziehen, dass man das Gefühl hat, selbst Winter zu sein. Traurig habe ich irgendwann die letzte Seite umgeblättert. So viele Fragen, so viel Wut und Trauer. Ich hätte fast um halb drei Uhr morgens den PC hochgefahren, um Band 2 zu kaufen. Wäre mein Freund nicht aufgewacht, hätte ich wahrscheinlich bis zum nächsten Morgen durchgemacht und Band 2 direkt auch noch verschlungen.

Spannend und mitreißend bietet „Dear Sister -Schattenerwachen“ absolutes Suchtpotenzial. Ich liebe dieses Buch.