[BLOGTOUR] Tausche Ehegatten gegen Mann im Kilt



Herzlich willkommen zum sechsten Tag unserer Blogtour zu "Tausche Ehegatten gegen Mann im Kilt"


Gestern konntet ihr bei MissRose´s Bücherwelt etwas über Beziehungsprobleme erfahren. Heute darf ich euch hier bei mir begrüßen und erzähle euch ein paar Dinge über das Thema Alleinerziehend.
Morgen geht es bei Bücher-NewsWelt weiter mit Pias Schreiballtag und ihren Büchern.

Alle Beiträge und Infos zum Gewinnspiel findet ihr auch in unserer Facebook-Veranstaltung.

Viel Spaß wünschen euch Pia und ihr Blogger-Team









 
 

Alleinerziehende in Deutschland


Die Welt heute ist sehr schnelllebig geworden. Das spiegelt sich auch im Familienleben wieder. In Deutschland steigt der Anteil der alleinerziehenden Elternteile stetig an. Fast jede fünfte Familie besteht mittlerweile aus einem alleinerziehenden Elternteil. Diese Situation stellt die jeweiligen Elternteile vor besondere Herausforderungen. Denn ein Kind alleine großzuziehen, bedeutet mit allen Problemen alleine dazustehen. Die größte Herausforderung stellt wohl die Vereinbarkeit von Familie und Job dar. Alleinerziehende Elternteile werden mit wesentlich höheren Anforderungen an die Organisation ihres Lebens, der Führung des Haushalts, Erziehung der Kinder und Sicherung des finanziellen Einkommens konfrontiert. Geht das alleinerziehende Elternteil arbeiten, müssen Arbeitszeiten und Kinderbetreuung gut aufeinander abgestimmt werden. Ein verständnisvoller Arbeitgeber ist dabei ganz klar von Vorteil. Doch in der heutigen Zeit muss man dafür schon großes Glück haben. Tatsächlich möchte der Mehrteil der alleinerziehenden Frauen auf eigenen Beinen stehen. Die meisten gehen daher arbeiten, viele sogar in Vollzeit.

In neun von zehn Fällen ist der alleinerziehende Elternteil die Mutter. Bei jeder zehnten Ein­Eltern­Familie ist der Vater der alleinerziehende Elternteil. Alleinerziehende Mütter betreuen häufiger jüngere Kinder, alleinerziehende Väter dagegen eher bereits ältere Kinder. Da das alleinerziehende Elternteil fast immer die Mutter ist, dreht sich die Studie vorwiegend um alleinerziehende Mütter. Danach sehen die meisten alleinerziehenden Mütter ihre Situation positiv.  Sie haben sich verschiedenste Strategien erarbeitet, um den Alltag zu bewältigen und verfügen über ein hohes Selbstbewusstsein.

Auffällig ist auch, dass das "Alleinerziehen" eine Phase ist und nicht auf Dauer angestrebt wird. Rund ein Drittel der alleinerziehenden Frauen lebt mit einem neuen Partner zusammen. Dem "Alleinerziehen" geht in der Regel eine andere Familienform voraus. "So waren 58 Prozent der Alleinerziehen­den vorher verheiratet. In der überwiegenden Zahl resultiert die Familienform der Ein­Eltern­ Familie aus der Trennung vom Ehepartner bzw. der Ehepartnerin. Dagegen waren 37 Prozent der Alleinerziehenden ledig und 6 Prozent waren verwitwet (Statistisches Bundesamt 2011). Entsprechend sind Alleinerziehende überwiegend zwischen 40 und 49 Jahre alt, während die Mehrzahl der Mütter in den Paarhaushalten zwischen 30 und 39 Jahre alt ist. Erklärbar ist dies mit dem durchschnittlichen Alter bei der Scheidung, das im Jahr 2010 bei 41,8 Jahren lag" (Krack­Rohberg 2011). Quelle: Monitor Familienforschung








 

Probleme aus Sicht des Kindes


Die ideale Familie besteht aus Vater, Mutter und Kind(ern). Da das Leben aber selten perfekt ist, gibt es immer mehr Alleinerziehende. Problemtisch kann es dann werden, wenn ein Elternteil eine negative Einstellung dem anderen Elternteil gegenüber hat. Das Kind hat eine etwas andere Sicht auf die Dinge und fühlt sich beiden Elternteilen zugehörig. Ein negatives Bild der Mutter oder des Vaters kann dazu führen, dass das Kind die Probleme auf sich bezieht und sich abgelehnt fühlt. Ab ca. 10 Jahren beginnen Kinder nach Vorbildern zu suchen. Gerade in diesem Zeitraum ist es wichtig, dass sie sich selbst ein Bild ihrer Eltern machen können, ohne dabei beeinflusst zu werden. Anders herum kann aber auch passieren, dass ein Elternteil idealisiert wird, beispielsweise nach dem Tod des Vaters. In diesem Fall kann es zu Problemen kommen, wenn das Kind eine Beziehung zu einem neuen Partner aufbauen soll. Das Kind wird den neuen Ersatzvater mit seiner idealisierten Vatervorstellung vergleichen. Dabei kann der neue Partner nur schlechter abschneiden. Für eine positive Entwicklung eines Kindes ist es unglaublich wichtig, dass ein reales und wirklichkeitsnahes Bild vom abwesenden Elternteil entsteht. Auch eigene Erfahrungen spielen eine wichtige Rolle, wenn beide Elternteile noch leben. Das Kind sollte die Gelegenheit bekommen, sich ein eigenes Bild machen zu können.

Bleiben Konflikte jahrelang bestehen oder nehmen sogar noch zu, ist diese Familiensituation besonders belastend für das Kind. Dazu muss man aber sagen, dass nur ca. 5 % aller alleinerziehenden Familien davon betroffen sind. Trotzdem sollte jedem klar sein, dass fortwährende Konflikte innerhalb der Familie sich immer in irgendeiner Form negativ auf die Entwicklung des Kindes auswirken werden. Für die Entwicklung eines Kindes ist eine konfliktarme Scheidungsfamilie gesünder und fördernder als eine konfliktreiche normale Familie.


Was unterscheidet Kinder von Alleinerziehenden von anderen?

"Kinder von Alleinerziehenden unterscheiden sich laut Studien in positiver Hinsicht vor allem in drei Punkten. Sie haben häufig mehr Selbstvertrauen, eher das Gefühl, Dinge bewältigen zu können und übernehmen oft mehr Verantwortung für sich und andere. Bei negativen Erfahrungen und einer weiterhin konfliktreichen Familiensituation kann es jedoch sein, dass sie das Vertrauen in die Beständigkeit von Beziehungen verlieren oder Beziehungen schneller eingehen und wieder lösen. Sie fühlen sich in Problemsituationen eher hilflos und glauben weniger daran, sie lösen zu können.




Wie können Alleinerziehende Eltern Defizite verhindern?

  • sich ein soziales Netz aufbauen – das ist sowohl für das Kind wichtig als auch für den Elternteil.
  • den Umgang mit Gleichaltrigen unterstützen – das ist auch schon für die ganz Kleinen gut, wird aber immer wichtiger, je älter das Kind ist.
  • sich erwachsene Gesprächspartner suchen und Dinge, die das Kind überfordern könnten, mit ihnen besprechen.
  • Betreuungsangebote auch schon für unter Dreijährige in Anspruch nehmen. Die Mutter oder der Vater kommt so mit anderen Eltern in ähnlicher Situation in Kontakt, das Kind lernt unterschiedliche Kontexte kennen.
  • wenn möglich, wieder in den Beruf einsteigen. Das gibt ein Gefühl der Unabhängigkeit, ein soziales Netz durch Kollegen und insgesamt einen Schub für das Selbstwertgefühl. Es kann dem Kind außerdem zeigen, dass sich Probleme bewältigen lassen, es nicht nur Trauer und Schwierigkeiten gibt, sondern auch schöne und freudige Dinge.
  • vor allem am Anfang Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für Alleinerziehende in Anspruch nehmen. Das hilft Mutter oder Vater, sich besser mit der neuen Lebenssituation zu arrangieren und ein soziales Netz aufzubauen." Quelle: Baby und Familie







 

Das Thema "Alleinerziehend" im Buch


Lou ist die Mutter zweier fast erwachsener Söhne. Ihr Mann und sie führen eine nach außen hin intakte Familie. Doch im Prinzip ist nichts so, wie es sein sollte. Für ihren Mann ist Lou nichts weiter als eine brave Vorzeigefrau. Ihre Ehe scheint harmonisch zu sein und er legt Lou die Welt zu Füßen. Da es keine großen Konflikte gibt, gibt es keine negativen Einflüsse auf die Kinder. Sie sehen nicht, wie unglücklich Lou ist und behandeln sie wie ihren Haussklaven. Beide Söhne erscheinen verzogen und es wird Zeit, dass sie lernen auf eigenen Beinen zu stehen.

Alasdair hingegen ist alleinerziehender Vater. Seine Frau Felicitas hat ihn zugunsten ihrer Karriere zwei Tage nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Grace verlassen. Für sie war in ihrem Leben kein Platz für das Kind eines Cafébetreibers mit wenig Geld. Selbst als drei Monate später feststand, dass Grace gehörlos ist, kam sie nicht zurück, um sich ihrer Verantwortung zu stellen. Selbst bei ihrer Scheidung fragte sie kein einziges Mal nach ihrer Tochter und meldete sich auch später nicht zu Graces Geburtstagen. Dadurch wurde Grace zum Mittelpunkt in Alasdairs Leben. Er kümmert sich liebevoll um das kleine Mädchen. Trotzdem kann er ihr nicht alles geben. Man merkt deutlich, dass Grace eine Mutter fehlt. Sie kann mit ihrem Vater nicht über alles reden und reagiert teilweise stur und bockig. Teilweise bekommt sie richtige Wutanfälle. Sie sehnt sich sehr nach einer Frau mit Mutterrolle in ihrem Leben und macht ihrem Vater das mit der Zeit mehr als deutlich.










 

Um in den Lostopf zu hüpfen, könnt ihr Lose sammeln. Auf jedem Blog gilt es eine Frage zu beantworten. Pro Antwort erhaltet ihr ein Los. Bitte denkt daran, uns beim anonymen Kommentieren eine E-Mail Adresse zu hinterlassen. Wer die Kommentarfunktion nicht nutzen kann, sendet seine Antwort einfach per E-Mail an nalas.blog@gmail.com.

 

 

Für das heutige Tageslos müsst ihr mir folgende Frage beantworten:

 

Was denkt ihr wäre für euch die größte Herausforderung beim alleinigen Erziehen eines Kindes?

  



Teilnahmebedingungen

  • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
  •  Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.  
  • Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert.
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
  • Das Gewinnspiel endet am 02.07.2016 um 23:59 Uhr.

Wir wünschen euch allen viel Glück!




26.06.2016 - Brief an die Leser


27.06.2016 -  Schottland
 

28.06.2016 - Eine Reise mit Pia
 

29.06.2016 - Outlander und Diana Gabaldon


30.06.2016 - Beziehungsprobleme
 

01.07.2016 - Alleinerziehend
Hier bei mir :D


02.07.2016 - Pias Schreiballtag und ihre Bücher
 




Kommentare:

  1. Hallo,
    da kann ich leider nichts zu beitragen, denn ich habe keine Kinder.
    LG
    Anni

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  2. Ich bin selbst alleinerziehend einer Autistischen 7 jährigen Tochter und kann nur sagen-ich kenne nix anderes als für und mit meiner Tochter zu leben und ihr soweit wie es geht auf dem Lebensweg zu begleiten und ihr gewisse Unterstützungen in Form von Therapien und Hilfestellungen geben die sie sicherer und selbständiger machen! An sonsten leben wir beide ganz alleine ein tolles Leben wo jeder für den anderen da ist und ganz viel Liebe schenkt.........
    LG Jenny
    jspatchouly@gmail.com

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  3. Wahrscheinlich die ganze Organisation und das man vielleicht nicht genug Hilfe von anderen bekommt.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  4. Hallo,

    ich denke, dass das schwierigste ist, dass man alle wichtigen Entscheidungen alleine treffen muss.

    LG Tina

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  5. Hallo,
    Ich selber habe keine Kinder.
    Aber ich könnte mir es gut vorstellen das man für alles selbst Entscheidungen treffen
    Muss und Leine Unterstützung findet.
    Lg Stefanie

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  6. Liebe Nadine, vielen Dank für deine schöne Rezi und deinen gelungenen Bericht zu einem heiklen Thema .
    Ich freue mich riesig . dich dabei zu haben !
    Deine Pia Guttenson

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  7. Hallo, ich könnte es quasi "von der anderen Seite" aus beantworten, ich bin / war mein halbes Leben ein alleinerzogenes Kind. Naja, das klingt jetzt schlimmer als es ist, ich finde nicht, dass ich persönlich darunter leiden musste. Ich finde aber es kann kompliziert werden wenn man keinem Elternteil das Gefühl geben will dass das andere wichtiger für einen ist. So ist es bestimmt auch für die Eltern eigenartig wenn man sich ein Kind teilen muss. Besonders wenn man sich dann Sätze anhören muss wie "Papa hab ich lieber als dich" oder ähnliches - was wie gesagt bei mir nie ein Problem war aber ich bin sicher dass so manche damit zu kämpfen haben. Dabei steht man auch noch allein auf weiter Flur, aber das klingt jetzt alles so negativ... An alle Mamas und papas, nicht unterkriegen lassen , liebe grüße !!! ~~ Jill

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  8. Hallo und danke für den interessanten Blog. Ich habe keine Kinder, deshalb kann ich nur sagen, dass ich alle Alleinerziehenden sehr bewundere für ihr Organisationstalent. Wenn ich Alleinerziehend wäre, würde mir wahrscheinlich der starke Part an meiner Seite fehlen, an dessen Schulter ich mich anlehnen könnte, wenn mich der Mut verlässt.

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  9. Tiffi200002 Juli, 2016

    Hallo,

    ich denke die Vereinbarkeit von Beruf und Kind und das man dem Kind genügend Zeit widmet und es ihm ermöglicht so viele Erfahrungen wie nur möglich zu machen...

    LG

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