[REZENSION] Emilia - Dein Weg zu mir


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Autor:     C.M. Spoerri
Titel:Emilia - Dein Weg zu mir
Format:Taschenbuch
Seiten:326
Genre:New Adult / Erotische Liebesgeschichte
Verlag:Sternensand Verlag
ISBN:978-3906829180
Preis:12,95 € (eBook 1,99 €)
Partys. Reisen. Flirten. Das bestimmt den Alltag von Emilia dos Santos – bis sie vom plötzlichen Tod ihrer Eltern erfährt. Mit einem Mal ist ihr sorgloses Leben vorbei. Sie soll nach alter Familientradition das Weingut im Napa Valley weiterführen und sieht sich damit einer Verantwortung gegenüber, der sie sich nicht gewachsen fühlt. Ganz und gar nicht. Da hilft es auch wenig, dass ihr Jugendfreund Alejandro wieder auftaucht und sie unterstützen will. Denn seine Nähe verwirrt und verunsichert Emilia nicht nur, sondern stellt sie zusätzlich vor die unangenehme Aufgabe, ihren bisherigen Lebensstil zu hinterfragen.



Meine Meinung zum Buch:

Auf "Emilia" war ich mehr als gespannt. Ich liebe die Fantasy-Reihen der Autorin C.M. Spoerri. Sie hat einen fantastischen Schreibtstil und versteht es perfekt, den Leser in ihren Büchern versinken zu lassen. In das Cover von "Emilia" hatte ich mich von der ersten Sekunde an verliebt. Es ist wirklich außergewöhnlich und elegant. Leider konnte mich die Story nicht so überzeugen, wie alle anderen Bücher der Autorin. Mir fehlte es an der gewohnten Tiefe der Protagonisten und die Hauptprotagonistin Emilia konnte bei mir keine Sympathiepunkte sammeln.

Emilias Leben besteht aus einer Reihe von Partys. Spaß haben ist ihre oberste Priorität, wobei sie bei Männern nie eine Grenze überschreitet. Ihr Leben ändert sich von einem Tag auf den anderen, als ihre Eltern sterben. Emilia beschließt in das heimatliche Napa Valley zurückzukehren, um das elterliche Weingut fortzuführen. Dort trifft sie auf Alejandro, ihren Freund aus Kindheitstagen. Doch genau wie sie ist er erwachsenen geworden. Beide sind wunderschön und spüren direkt die gegenseitige Anziehungskraft. Emilia ist zutiefst verwirrt. Sie will nur Spaß haben und hat mit dem Weingut genug Probleme. Da passt ein Mann, der ihre Gefühle durcheinander bringt, absolut nicht rein. Und doch zieht es sie immer wieder zu ihm hin.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des flüssigen und lockeren Schreibstil von C.M. Spoerri sehr leicht gefallen. Wie von Ihren Fantasy-Büchern gewohnt, überzeugt sie mit ihrem bildhaften Sprachstil. Das Kopfkino schaltet sich direkt ein und man hat das Weingut und Napa Valley sofort vor den Augen. Das Setting hat mir wirklich gut gefallen, wobei es hier im Hintergrund steht und nicht so häufig darauf eingegangen wird. Trotzdem konnte ich mir alles gut vorstellen und war verzaubert von der Schönheit des Valleys. Zu Beginn hat mir die Geschichte richtig gut gefallen. Doch leider wurde ich mit den Protagonisten nicht warm und die Geschichte konnte mich ab dem Mittelteil nicht mehr fesseln.

Emilia konnte bei mir leider überhaupt nicht punkten. Fünf Jahre lang sucht sie weit weg von der Familie nichts weiter als ihr Vergnügen. Sie wirkt verwöhnt und oberflächlich. Dazu kommt ihr oft bockiges und zickiges Verhalten, welches sie im Napa Valley und ganz besonders Alejandro gegenüber zeigt. Das alles wird relativiert von Emilias Gewissensbissen. Sie weiß, dass ihr Verhalten einer Flucht gleicht und versucht sich nun allen Problemen zu stellen. Zwischenmenschlich kommt sie dabei aber trotzdem nicht richtig auf den grünen Zweig. Ihr unreifes Verhalten und ihr Temperament gehen immer wieder mit ihr durch. Auch ihre innerliche Einsicht konnte ihr Verhalten in meinen Augen nicht wett machen. Es dauert nicht lange und ein weiterer unwahrscheinlich gutaussehender Mann tritt in das Leben der schönen Emilia. Damit kommen wir zur obligatorischen Dreiecksgeschichte, von der ich ehrlich gesagt mehr erwartet hatte. Von Anfang an habe ich darauf gewartet, dass sich der junge Mann als der böse Gegenspieler entpuppt. Vielleicht als Konkurrenz zu Emilia oder als jemand, der versucht das Weingut zu boykottieren. Irgendetwas, das Spannung in die Geschichte gebracht hätte. Doch leider passierte nichts dergleichen. Zwar nutzt er unfaire Mittel, um an Emilia heranzukommen, doch so richtig kann man ihm das nicht übel nehmen. Wer die Fantasy-Bücher der Autorin kennt, weiß, dass sie ihren Charakteren immer unheimlich viel Tiefe verleiht. Alle haben ihre Ecken und Kanten. Jeder für sich ist etwas Besonderes. Das fehlt bei den Protagonisten in "Emilia" komplett. Alle Charaktere blieben relativ blass und wirkten in meinen Augen oberflächlich. Es geht immer nur um das gute Aussehen und die sexuelle Anziehungskraft. Innere Werte scheinen eher nebensächlich zu sein. Da mir die Nähe zu den Charakteren fehlte, konnte ich nicht mit ihnen mitfiebern und so hat sich die Geschichte im Mittelteil etwas gezogen. Die Handlung wird aufgepeppt durch erotische Szenen, die mich wirklich angesprochen haben, da sie stilvoll und prickelnd sind. An dieser Stelle hat die Autorin C.M. Spoerri genau meinen Geschmack für einen New Adult Roman getroffen.


Fazit:
Insgesamt ist "Emilia" von C.M. Spoerri eine kurzweilige Geschichte für zwischendurch, kommt aber leider an die anderen Bücher der Autorin nicht heran.


Meine Bewertung:
Schreibstil:4,0 Punkte
Geschichte:3,0 Punkte
Charaktere:3,0 Punkte


Gesamt:
3,4 von 5,0 Eulen





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Kommentare:

  1. Habe das Buch auch schon im Auge gehabt mal sehn wan ich es mir hole zum Lesen. Deine Rezi ist toll geworden

    LG
    Anka von Ankaszz :)

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    1. Liebe Anka,

      wenn du Liebesgeschichten und New Adult magst, könnte Emilia was für dich sein. Bestimmt gibt es eine Leseprobe, in die du hineinschnuppern kannst :)

      Liebe Grüße
      Nadine

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