[BLOGTOUR] Der Kuss des Raben - Kinderehen



Herzlich willkommen zu Tag 8 unserer Blogtour "Der Kuss des Raben"!


Ich freue mich, dass ich euch hier bei mir begrüßen darf!
Heute dreht sich bei mir alles rund um das Thema Kinderehen.
Morgen geht es bei Beauty Books weiter mit der Vorstellung der Protagonisten. 

Ich wünsche euch viel Spaß









"Der Kuss des Raben"



Mila ist jung und wunderschön, doch sie hat eine dunkle Vergangenheit. In dem kleinen deutschen Städtchen Moorstein wagt sie einen Neuanfang. In der lebenslustigen Jassi findet sie schnell eine gute Freundin. Und auch Tristan, der geheimnisvolle Junge aus ihrer Schule, interessiert sich für sie. Schon bald scheint Milas Glück perfekt zu sein. Tristan und sie kommen zusammen und ihr neues Leben scheint einen guten Verlauf zu nehmen. Doch dann taucht Lucas auf und droht alles zu zerstören. Er und Tristan scheinen sich zu kennen und sind sich nicht wohlgesonnen, was letztendlich auch fatale Auswirkungen auf Mila hat. Zur gleichen Zeit wird Mila von ihrer Vergangenheit eingeholt. Die dunklen Schatten aus ihrem früheren Leben drohen alles zu zerstören, was sie mühsam neu aufgebaut hat. Denn nicht nur die kulturellen Unterschiede machen ihr zu schaffen. Zusätzlich hütet sie ein Geheimnis, das niemals jemand in Deutschland erfahren soll.


Hier geht es zu meiner Rezension *klick* 






Deutschland - Tausende Mädchen jährlich von Zwangsheirat bedroht?



<< Ein reales Horrorszenario: Mädchen aus Deutschland fahren in die Sommerferien – und werden im Heimatland der Eltern zwangsverheiratet. Das Schutzgesetz gegen die Praxis hat eine große Blindstelle. 

Laila hatte schon vor den Ferien geäußert, dass sie Angst habe, ihre Eltern planten sie mit ihrem Cousin Saad zu verheiraten. In den Libanon sollte es gehen in den Sommerferien – die Familie besuchen, hatte der Vater gesagt. Im vergangenen Sommer war das, und Laila sollte leider recht behalten. In einem kleinen Dorf nahe Beirut wartete Saad auf sie, mit der Familie des Onkels war die Heirat insgeheim längst abgesprochen.

Jedes Jahr sind in Deutschland rund 3000 Mädchen von Zwangsverheiratung bedroht, schätzt das Bundesfamilienministerium. Aber das ist nur die Zahl der Mädchen, die den Weg zu den Beratungsstellen gefunden haben. Die Dunkelziffer ist hoch, und vor den großen Ferien häufen sich die Warnzeichen: Ein Großteil der Familien fährt im Sommer in das Land der Eltern, wo die Hochzeitszeremonie meist schon abgesprochen ist. Wie bei Laila. Die Dorfbewohner freuten sich bereits auf die anstehende Feier. Laila war zu diesem Zeitpunkt 17 Jahre alt und besuchte eine Berliner Oberschule; an die sollte sie nach dem Willen des Vaters nie zurückkehren. Doch das Mädchen hatte Glück – es hatte eine aufmerksame Lehrerin. Die hatte bemerkt, dass Laila unter ihren strengen Eltern litt und sie beiseitegenommen. Laila vertraute sich ihr an, ließ ihr eine Kopie ihres Passes da, für den Notfall tauschten sie ihre Handynummern aus. Mit den Kopien von den Papieren der Jugendlichen wandte sich die Lehrerin nach einer Alarmbotschaft Lailas an die deutsche Botschaft in Beirut. So war es gelungen, das Mädchen vor der Hochzeit nach Hause zurückzuholen. Sie hat heute keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie. Sie lebt wieder in Berlin und hat gerade ihr Abitur gemacht.


Gesetzlich ungeregelt: nicht standesamtliche Zwangsehen

"So sensible Lehrer haben wir leider nicht überall", sagt Katrin Schwedes, Leiterin der Berliner Beratungsstelle der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes. Sie fordert von Behörden und Schulen eine größere Sensibilität für das Problem der Zwangsverheiratung von Schülerinnen im Ausland. Abmeldungen von der Schule und deren Gründe würden zu oft nicht hinterfragt. "Wenn das Schuljahr wieder anfängt und ein Mädchen nicht erscheint, wird das in keiner Studie erfasst", sagt Schwedes. "Manche Mädchen gehen dadurch einfach verloren.">> Quelle: www.welt.de








TERRE DES FEMMES fordert besseren Schutz für minderjährige Ehefrauen



<< Im Rahmen der Kampagne „STOP Frühehen!“ fordert die Menschenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES die Durchsetzung des Mindestheiratsalters von 18 Jahren ohne Ausnahme. 

Dafür startete die Frauenrechtsorganisation im Oktober 2015 die Unterschriftenaktion "Frühehen stoppen – Bildundung statt Heirat". Diese konsequente Umsetzung der Empfehlung der UN-Kinderrechtskonvention hat auch Auswirkungen auf andere Gesetze. So dürfen im Ausland geschlossene Ehen mit Minderjährigen in Deutschland nicht mehr anerkannt werden, und der Ehegattennachzug von ausländischen Ehegatten darf erst möglich sein, wenn beide Ehegatten das 18. Lebensjahr vollendet haben.


Minderjährige geflüchtete Ehefrauen in Deutschland

Gleichzeitig erreichen uns in den letzten Monaten immer wieder Meldungen von minderjährigen geflüchteten Frauen, die entweder als „Ehefrau“ im Ehegattennachzug nach Deutschland gekommen sind, oder zusammen mit ihrem „Ehemann“ nach Deutschland flüchteten. Diese jungen Frauen brauchen unseren besonderen Schutz! Sie müssen gleich behandelt werden wie die minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge, denn auch sie sind unbegleitet. Sie haben keine sorgeberechtigten Eltern, die für sie entscheiden können. TERRE DES FEMMES ist besorgt, dass weder regelmäßig das Jugendamt informiert noch das Familiengericht eingeschaltet wird.


Unterstützung vor Ort

Die Berichte, die uns aus den Flüchtlingslagern in der Türkei, Jordanien und aus dem Libanon erreichen, sind erschreckend. Die Zahl der Kinderheiraten steigt rapide an, es ist ein regelrechter Heiratsmarkt entstanden. Aus finanziellen Gründen, oder weil sie um die Sicherheit ihrer Töchter fürchten, stimmen Eltern einer frühen Heirat zu. Und die Nachfrage ist groß. Dieser Heiratshandel muss unterbunden werden! Dazu braucht es Programme und Hilfsangebote vor Ort. Mädchen müssen beispielsweise die Möglichkeit haben, die Schule zu besuchen, unabhängig von der finanziellen Situation ihrer Familie. Falls ein Mädchen unmittelbar aufgrund einer vollzogenen oder geplanten Frühverheiratung gefährdet ist, muss Deutschland den Betroffenen sichere Wege in das Bundesgebiet ermöglichen, z.B. über ein besonderes Aufnahmekontingent. Den Weg über die Menschenrechtsverletzung Frühehe mit anschließendem Ehegattennachzug lehnt TERRE DES FEMMES ab. TERRE DES FEMMES hat ein ausführliches Positionspapier zu unbegleiteten Minderjährigen – minderjährigen Ehefrauen erstellt. >>
Stand: 03/2016 / Quelle: www.frauenrechte.de/online










 

Ihr könnt eines von drei wunderschönen Hardcovern von "Der Kuss des Raben" gewinnen!

 

Um in den Lostopf zu hüpfen, könnt ihr Lose sammeln. Auf jedem Blog gilt es eine Frage zu beantworten. Pro Antwort erhaltet ihr ein Los. Bitte denkt daran, uns beim anonymen Kommentieren eine E-Mail Adresse zu hinterlassen. Wer die Kommentarfunktion nicht nutzen kann, sendet seine Antwort einfach per E-Mail an nalas.blog@gmail.com.

 

 

Für das heutige Tageslos müsst ihr mir folgende Frage beantworten:

 

Wie würdet ihr euch verhalten, wenn eine Freundin von euch zwangsverheiratet werden würde?

  



Teilnahmebedingungen

  • Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständniserklärung der Eltern.
  • Versand nur innerhalb von Deutschland.
  • Für den Postversand wird keine Haftung übernommen.
  • Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt man sich bereit im Gewinnfall öffentlich namentlich am Ende der Blogtour genannt zu werden.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.
  • Das Gewinnspiel endet am 19.04.2016 um 23:59 Uhr.

Wir wünschen euch allen viel Glück!



Kommentare:

  1. Sehr schöner Beitrag zu einem sehr schlimmen Thema.
    Ich würde glaube ich alles machen. Mit ihr zur Polizei und ins Frauenhaus zuerst. Ich würde ihr auf jedenfall helfen soweit wie es in meiner Macht steht...

    ~ Yasmin (yasminpurps@web.de)

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  2. Dein Beitrag war sehr informativ, danke dafür!
    Je nachdem, was meine Freundin unternehmen möchte, würde ich sie in jeder Lage so gut wie möglich unterstützen. Das hängt ganz von ihren Vorstellungen ab, auf mich kann sie zählen :)
    Viele Grüße
    Malin Jo

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  3. Hey! Das ist wahrlich eine schlimme Vorstellung! Ich würde alles in meiner Macht stehende tun. Polizei, Beratungsstellen etc.
    Lg
    Sarah

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  4. Das ist eine Frage, die sich nicht so leicht beantworten lässt. Sicher würde ich sie unterstützen. Sie müsste es aber auch zu 100% wollen. Sie wüsste, dass sie immer auf mich zählen kann.

    LG Anja Abendrot

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  5. Hallo,
    ein sehr interessanter Beitrag, danke. Hm, schwierige Frage. Klar würde ich sie auf jeden Fall so gut es geht unterstützen und mich informieren bei der Polizei oder bei anderen Stellen (da müsste ich vorher im Internet recherchieren). Auf jeden Fall mich schlau machen und für sie da sein.

    lg, Jutta (jutta.liest[ät]gmail.com)

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  6. Hallo,

    ich würde alles was mir möglich ist tun. Wahrscheinlich zuerst zu einer Beratungsstelle.

    LG
    SaBine

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  7. Ich würde alles daran tun, dass zu verhindern, wenn sie das nicht möchte.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  8. Hallo,

    vielen Dank für deinen interessanten Beitrag.
    Ich würde alles tun um das zu verhindern. Im allerschlimmsten Fall auch mit ihr gemeinsam weglaufen und untertauchen.

    Liebe Grüße
    Isabell

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  9. Halli Hallo!
    Ehrlich gesagt, finde ich die Frage sehr schwer... Es zu verhindern wird kaum möglich sein. Es kommt auf die Familie drauf an. Ich denke, ich würde sogar zur Polizei, dem Jugendamt und sonst was gehen, um meiner Freundin zu helfen...

    LG
    Liza

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  10. Bewegender Beitrag. Ich würde zuerst mit ihr reden und herausfinden, was sie wirklich davon hält. Und dann würde ich, wenn nötig, alles in Bewegung setzen um sie da raus zu holen. Zur Not würde ich auch mit ihr auswandern und dort eine Lösung suchen. Das ist wirklich sehr schwer, aber niemand sollte gegen seinen Willen sein ganzes Leben mit einem Menschen verbringen müssen, wenn er es nicht möchte.

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  11. Gott, dieser Beitrag war echt krass und so gar nicht, womit ich gerechnet habe :O echt harter Tobak! Ich glaube, dass Thema ist den meisten Leuten - wie auch mir - gar nicht so präsent, wie es sein sollte...wenn eine Freundin von mir so ein Schicksal teilen sollte, würde ich natürlich alles daran setzen, ihr zu helfen. Sie verstecken, zu den Behören gehen, einfach alles würde ich unternehmen, damit sie nicht in solch einer Situation endet :(

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  12. Das ist echt schwer. Wenn der "zukünftige Ehemann" gewalttätig ist, dann ist es auch schwierig die Polizei einzuschalten. Man weiß ja nie ob er oder seine Bekannten gewalttätig werden. Ich glaube,, das Frauenhaus wäre da eine bessere Beratungsstelle, weil die solche Fälle kennen ...

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  13. Hallo,

    ich würde versuchen ihr zu helfen, sodass sie den Mann nicht heiraten muss... ich würde mit ihr vielleicht zu einer Behörde/Beratungsstelle gehen...

    LG

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  14. Hallo
    Danke für Deinen sehr interessanten Beitrag zu einem sehr ernsten Thema.
    Ich würde meiner Freundin hundert Prozent zur Seite stehen & mit Ihr gemeinsam einen Plan ersinnen wie wir diese Heirat verhindern könnten. Ich würde mich bestimmt bei einem Rechtsbeistand erkundigen & einfach alle Hebel in Bewegung setzen um meiner Freundin dieses Leid zu ersparen....
    Wenn alle Stricke reissen wäre ich auch bereit mit meiner Freundin zu fliehen; damit Sie sich verstecken kann & wir alles in unserer Kraft liegende erledigen können um diese Zwangsheirat zu verhindern!!!
    Viele liebe Grüsse
    Mimi

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  15. Hey :)
    Danke für deinen tollen Beitrag.
    Ich würde für meine Freundin da sein und mit ihr versuchen eine Lösung zu finden, wie man das auflösen kann.
    Liebe grüße Shuting :)

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