[DANI LIEST] Die Küste der Freiheit



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Autor:    
Maria W. Peter
Titel:Die Küste der Freiheit
Format:Taschenbuch
Seiten:880 Seiten
Genre:Historischer Roman
Verlag:Bastei Lübbe
ISBN:978-3404167357
Preis:9,99 € (eBook 8,49 €)



1775: Als ihr geliebter Lorenz mit seinem Regiment nach Amerika in den Krieg geschickt wird, ist Anna zutiefst verzweifelt. So verzweifelt, dass sie sich als Schuldmagd in die amerikanischen Kolonien verkauft. Bald schon findet sie sich mit zahlreichen anderen Auswanderern auf einem Schiff in die Neue Welt wieder. Doch der Weg in die Freiheit und zur Liebe ist weit ...



Danis Meinung zum Buch:

Ich bin begeistert! Durch das ansprechende, aber in Relation zu dem Inhalt des Buches etwas schlichte Cover, hätte ich nicht auf eine so abenteuerliche Geschichte wie die von Anna und Lorenz geschlossen.

Im Jahr 1776 beginnt die Geschichte von Anna, einer jungen Wiedertäuferin, die zusammen mit Ihrem Vater Zuflucht in einem Dorf von amischen Täufern gefunden hat. Im letzten Moment wird Anna bei einem Überfall durch einen Deserteur der hessischen Jäger gerettet und trifft so auf Lorenz von Tannau, einen „Papisten“ und Offizier eben dieser. Bald darauf erhält Anna die Chance, sich bei Ihrem Retter zu revanchieren und ihn kennenzulernen. Lorenz ist bereits zu seiner Truppe zurückgekehrt, als Anna sich durch einen Schicksalsschlag gezwungen sieht, die Sicherheit ihres Dorfes zu verlassen und Lorenz zu folgen. Auf der Suche nach Lorenz muss Anna feststellen, dass Lorenz Regiment Deutschland verlassen hat und zu Schiff einem Marschbefehl nach Amerika folgt. Anna wiederum, als junge Frau auf sich gestellt und durch ihren Glauben von der Gesellschaft ausgegrenzt, nimmt, getrieben von dem Wunsch auf ein neues Leben in Freiheit, ebenfalls die Reise auf den weit entfernten Kontinent auf sich. Während Lorenz durch das Land zieht, um im Krieg die Interessen des englischen Königs zu verteidigen, wird Anna, deren Ersparnisse nun völlig aufgebraucht sind, als Schuldmagd in den Besitz eines Plantagenbesitzers verkauft und muss dort ihre Arbeit als Sklavin verrichten. Trotz ihres so unterschiedlichen, scheinbar unvereinbaren Glaubens denken sowohl Anna als auch Lorenz immer wieder aneinander.

Bereits die ersten Sätze des Buches haben mich in die Geschichte eintauchen lassen. Der Einstieg fällt wirklich sehr leicht. Dem Schreibstil von Maria W. Peter ist sehr gut zu folgen. Mit einer umfangreichen Wortpalette und mitreißenden Beschreibungen lässt sie Bilder entstehen und macht das Buch lebendig. Das Buch vermittelt dem Leser eine Idee davon, wie sich Menschen zu Anna’s Lebzeiten gefühlt haben könnten. Besonders hervorzuheben sind tatsächlich die Beschreibungen, für die ich oft Seiten zurück geblättert habe, um sie mehrmals zu lesen. In dem Buch steckt so viel Liebe zum Detail und mit Sicherheit eine Menge Recherchearbeit. Diese hat sich aber auch wirklich gelohnt. Die Geschichte von Anna und Lorenz ist vielfältig und besteht aus vielen Abenteuern. Vorhersehbar ist sie nie und es wird immer wieder spannend für die beiden. Anna muss immer wieder schier aussichtslose Situationen meistern und für ihr Leben in Freiheit kämpfen. Dabei kreuzen sich auch häufig die Wege von Anna, Lorenz und anderen Protagonisten. Die regelmäßigen Wiedertreffen auf dem großen Kontinent Amerika lassen die Geschichte manchmal sehr schicksalshaft erscheinen. Da das Buch wirklich großartig ist, kann man darüber aber mit der Begründung „das muss Gottes Fügung sein“ gut hinwegsehen.

An Anna habe ich mich auf den rund 800 Seiten des Buches sehr gewöhnt. Die selbstlose junge Wiedertäuferin, zu der damaligen Zeit ein Schmähwort, erfährt so viel Ungerechtigkeit und verliert trotzdem nie den Glauben an Gott und die Menschen. Anna steht jederzeit für Ihren Glauben ein, ungeachtet der Konsequenzen. Ihre Stärke und ihr Mut sind bewundernswert. Lorenz, der zweite Hauptprotagonist, ist ein gewissenhafter Offizier und gleichzeitig gerecht und warmherzig. Wann immer er und Anna aufeinander treffen, setzt er sich fürsorglich für sie ein. Quasi ab den ersten Seiten muss Anna immer wieder knifflige Situationen durchstehen. Langweilig wird das Buch, bis zum Ende, wirklich nie. Ich kann es jedem Leser ans Herz legen, der historische Romane gerne liest.


Danis Fazit:
Wer erstklassige historische Romane mag, sollte unbedingt "Die Küste der Freiheit" lesen. Grandios geschrieben taucht man in eine längst vergessene Zeit ein und möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Nur wenige Autoren schaffen es, die Vergangenheit so lebendig erscheinen zu lassen, wie die Autorin Maria W. Peter.



Danis Bewertung:
Schreibstil:5,0 Punkte
Geschichte:4,8 Punkte
Charaktere:5,0 Punkte


Gesamt:
4,9 von 5 Eulen









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Kommentare:

  1. Hi,
    ich liebe historische Romane. Das Buch schau ich mir auf jeden Fall mal an.
    Liebe Grüße Doreen

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  2. Hallo Liebes,

    ich lese ja auch total gerne historische Romane. So begeistert, wie Dani war, würde ich das Buch auch gerne lesen. Wenn wir bloß mehr Zeit zum Lesen hätten! Es gibt einfach so viele Bücher, die ich noch gerne lesen würde :)

    Liebe Grüße
    Nadine

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  3. Huhu! :)

    Deine Rezension sprüht nur so vor Begeisterung! Das freut mich sehr, denn "Die Küste der Freiheit" habe ich schon auf meinem SUB. Und das obwohl ich mir bei der Anschaffung des Buches gar nicht so sicher war. Nach deiner Review bin ich froh, dass ich es doch gekauft habe. ;)

    Liebste Grüße
    Nina ♥♥♥

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    1. Liebe Nina,

      dann wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Lesen und hoffe, dir gefällt es genauso gut, wie Dani :-)

      Liebe Grüße
      Nadine

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